• Verena

Veränderung ist meine Sache

Aktualisiert: Mai 4

Der erste Schritt in der Veränderung ist immer ein Schritt zurück. Erst wenn ich mein eigenes Verhalten reflektiere, kann ich daraus lernen und Dinge künftig anders machen.


Vielen Dank an Melissa Angela Flor (melissflor) auf Pixabay für das Bild!


"Ich finde mich damit ab, dass ich andere nicht verändern kann. Das ist ein Schlüssel für mehr inneren Frieden. Ich kann einladen, inspirieren und ermutigen. (Gerald Hüther)

Anders gesagt: wenn man Veränderung will, muss man damit bei sich selbst anfangen. Das ist keine Neuigkeit - im Gegenteil, das ist ein alter Hut. Aber es ist immer wieder erstaunlich, wie weit Wissen und tatsächliches Verhalten auseinander gehen.


Ilja Grzeskowitz hat sinngemäß kürzlich in einem seiner Changeshow-Podcast-Beiträge gesagt, dass man von sich selber immer das idealisierte Bild vor Augen hat (so würde ich es im Idealfall machen) und meist nicht das reale. Man verurteilt andere immer leicht, weil man sie nach dem eigenen Idealbild bewertet. Das stimmt leider.


Wenn man sich hinsetzt und ernsthaft anfängt, sich selbst zu reflektieren wird schnell klar, dass die Wunschvorstellung des eigenen Ichs und die Realität oft auseinander gehen. Ein Mini-Beispiel aus meinem Alltag: Kaffee to go. Wenn ich mal wieder meine Kaffeetasse daheim vergessen habe und nicht auf meinen Kaffee verzichten kann - dann hetze ich doch wieder mit einem Pappbecher durch die U-Bahn. Habe ich meinen wieder-verwendbaren Thermobecher dabei, ernten andere Pappbecher-Träger gerne mal einen vernichtenden Blick... Ganz schön peinlich, sich selbst bei so einer schizophrenen Verhaltensweise zu ertappen.


Bei komplexeren Systemen - und sei es die eigene Familie - ist es noch viel spannender, genauer hinzusehen und die Systemdynamik zu beobachten. Ich habe in meinem Umfeld viele Systemische BeraterInnen und finde es immer wieder erhellend, wie sie Situationen und Dynamiken einordnen und eine Veränderung angehen. Immer ist der erste Schritt dabei der Schritt zurück: Reflexion und vor allem Selbstreflexion. Meist erkennt man dann ziemlich schnell, dass man selbst ja Teil des Problems ist und somit eine Änderung des eigenen Verhaltens ein Teil der Lösung sein wird - wenn nicht sogar der eine entscheidende Schritt zur Lösung.


Wie gesagt, gewusst hab ich das schon lange. Aber nur durch Wissen ändert sich leider nicht das Verhalten. Das ist tatsächlich harte Arbeit an sich selbst. Ich kann dafür nur empfehlen, einen systemischen Coach an seine Seite zu holen, für mich ist dieses immer wieder aufs Neue den Blickwinkel ändern und sich selbst reflektieren ein absoluter Mehrwert.

Aufwand und harte Arbeit? Ja. Aber eine Arbeit, die sich lohnt!


CHANGE YOUR MIND & TAKE YOUR CHANGE! ;)

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