Challenge accepted

Wenn ein Shiftie (Schüler der Shiftschool) eines kennt, dann Challenges. Heute - einen Tag vor unserem RoboNerdChallenge-Pitch möchte ich unbedingt meine lessons learned zu dieser Challenge festhalten. Es ist völlig egal, was bei dem Pitch rauskommt - ob wir Sieger, Sieger der Herzen oder einfach nur Teilnehmer sein werden. Ich fühle mich als absolute Gewinnerin dieser Challenge, weil ich echt viel gelernt habe.

Bildquelle: geralt auf Pixabay - vielen Dank dafür!

Zur Erklärung für Nicht-Shifties: die RoboNerdChallenge ist eine Team-Herausforderung, in der man die neu erlernten JavaScript-Skills und ein Sparkfun Inventor's Kit an die Hand bekommt und dann einfach mal einen Produkt-Prototypen erschaffen soll. Dabei ist der komplette Prozess von der Suche eines echten Alltagsproblems bis hin zur Produktentwicklung und -vermarktung Teil der Challenge - natürlich in einem bunt zusammengewürfelten Team aus fünf Personen, die selbstorganisiert und hierarchiefrei diesen Prozess steuern. Eine Aufgabe for real leaders würde ich sagen! ;)


Klar gab es ungeheuer viele learnings und AHA-Momente bezüglich des Codens und der unglaublichen Komplexität von digitalen Vorgängen... - jetzt mal ehrlich, Tippfehler sind relevant - und ich habe mir das bisher alles ein bisserl einfacher vorgestellt.... vermutlich weil mir schon viel Denken von Apple abgenommen wird...


Aber die größten Learnings waren auf einer anderen Ebene des Prozesses und ich hab sie nachstehend zusammengefasst:


Learning Nummer 1: "Wir müssen vom kreativen Ideenraum in den produktiven Umsetzungsraum wechseln" Diesen wundervollen Satz hat meine Chefin Dr. Eva Strasser in meinem Hirn verankert. Und tatsächlich war genau dieser Satz es, dessen Sinn sich mir in der RoboNerdChallenge gezeigt hat. Denn was wir in unserem Team auf keinen Fall hatten, war ein Kreativitäts-Defizit. Allerdings war das Thema Umsetzung erst einmal DAS Thema in dieser Challenge, das uns aus meiner Sicht fast alle gekostet hätte. Wer macht konkret was, wann, mit wem?

Aber natürlich hatte dies einen Grund und dieser Grund war definitiv nicht der fehlende Umsetzungswille! Und damit komme ich zu Learning Nummer 2.


Learning Nummer 2: "Gestehe Dir ein, wenn die nötigen Skills im Team fehlen und hole Dir Support"

Nach einem sehr holprigen, für alle Teammitglieder nicht zufriedenstellenden - um nicht zu sagen frustrierenden - Anfangsprozess haben wir begriffen, dass wir schlichtweg nicht alle nötigen Skills in unserem Team haben. Es war aus meiner Sicht wirklich schwer, sich dieses Defizit einzugestehen, aber nach diesem Eingeständnis und kleiner Hilfestellungen und Impulse von Außen, war der Knoten geplatzt. Der "verhexte" Prozess war plötzlich "verzaubert" und die anfängliche Energie kam zurück!


Learning Nummer 3: "Nutze Dein Netzwerk - Du kennst einfach jede Menge tolle Menschen (oder bist mit ihnen verheiratet ;))

Die besagte Hilfe haben wir uns natürlich "organisieren" müssen. Das heißt, anders als man im Unternehmenskontext vielleicht manchmal denkt, hatten wir kein Budget zur Verfügung. Darum haben wir unsere Netzwerke aktiviert und es kam zu ungeahnten Kooperationen. Das war wirklich ein tolles learning, das ich auf jeden Fall in mein restliches Leben übertragen werde. Ich habe Menschen und ihre Skills nochmal ganz anders kennengelernt.


Learning Nummer 4: "Die Energie und Freude die entsteht, wenn jedes Teammitglied die eigenen Stärken einbringen kann ist ENORM"

Als wir also die größten Probleme durch Support aus unserem Netzwerk lösen konnten kamen wir in unsere Kraft zurück. Und ich bin immer noch beflügelt, was entsteht, wenn dieser Knoten geplatzt ist. Ich hatte so einen Spaß und freue mich so sehr über unser Ergebnis, dass ich diesen Prozess nicht missen möchte - bei allem Ärger, Aufregung und sonstwas. Leute, ich bin ehrlich stolz auf uns!

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