#04 TRANSFORMATION HACK


Wir sind Menschen. Ich möchte, bei all der Professionalität und Positionierung in unserem beruflichen Kontext gerne explizit darauf hinweisen. Wir sind Menschen und Menschen haben Emotionen. So ist das eben! In unseren Meetings starten wir immer mit einem CheckIn, um die momentane Stimmung & Energie der Teilnehmenden abzuholen. Und das nicht (nur) weil wir viele Psychologen im Team haben ;), sondern weil es sich bewährt hat zu wissen, wie jede Person da ist.


Um diesen Einstieg nicht zu oberflächlich werden zu lassen, gibt es unterschiedliche Tools. Mein momentaner Favorit ist das "Mood Meter", das Kai Töpel (Co-Founder von Sprintbetter.de) kürzlich auf LinkedIn gepostet hat. Man lokalisiert die eigene Stimmung erst einmal: eher positiv gestimmt oder eher negativ gestimmt, eher energetisch oder eher mit wenig Energie. Fühle ich mich positiv gestimmt und energetisch, kann ich zwischen 16 Gemütszuständen wählen (z.B. lebhaft, optimistisch, aufgeregt, glücklich), ebenso in den anderen Kategorien. Nach der Nennung meines Worts erkläre ich noch, weshalb ich in dieser Stimmung bin.

In meinem Team wechseln wir die CheckIn-Methode immer wieder, um Abwechslung zu bekommen. Tools wie das "Mood Meter" haben den Vorteil, dass Unstimmigkeiten oder Dinge die einen momentan beschäftigen gleich zu Beginn eines Meetings auf den Tisch kommen. Wichtig ist dann, diesen Themen auch Raum zu geben, zuzuhören und sich gegenseitig ernst zu nehmen.


Der TRANSFORMATION HACK FOR REAL LEADERS #04 lautet: Störungen haben Vorrang - je früher sie ans Tageslicht kommen, umso besser! Erst wenn diese ausgesprochen (und im besten Fall geklärt) sind, kann die Energie wieder voll in produktive Arbeit übergehen. Ob die Störungen dabei direkt etwas mit dem Team oder der Arbeit zu tun haben oder nicht, ist erst einmal zweitrangig. Echte leader sollten die Verzögerungen und Energieverluste von Störungen ernst nehmen und mit emotionaler Intelligenz auf die Teammitglieder eingehen und sie animieren, ihre Themen mit dem Team zu teilen.

Um sich in anstrengenden Prozessen wie einer Transformation aufeinander verlassen zu können, ist es wichtig zu wissen, was die Teammitglieder momentan beschäftigt und was sie in das Projekt einbringen können - oder eben nicht.

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